Lange Zeit hiess es: Entweder wir fördern die Wirtschaft oder wir schützen die Umwelt. Als wir 2016 NIKIN gründeten, wollten wir genau diesen alten Grundsatz brechen. Heute, viele Erfahrungen und auch einige Fehlentscheide später, weiss ich: Wirksam wirtschaften heisst nicht, die Bremse zu ziehen – sondern das Unternehmen so aufzustellen, dass es Substanz schützt, statt sie zu verzehren. Eine intakte Natur ist kein „Nice-to-have“, sondern das Fundament, auf dem wir alle stehen.
Kostenwahrheit statt erhobener Zeigefinger
Echter Umweltschutz braucht für mich keinen erhobenen Zeigefinger, sondern logische Regeln. Wenn Ressourcenverbrauch und CO₂-Ausstoss etwas kosten, wird Nachhaltigkeit plötzlich zum Rechenbeispiel. Das ist schlicht vernünftige Ökonomie: Wer vorausschauend plant, reduziert Risiken und bleibt wettbewerbsfähig. Wir spüren das im Alltag: Unsere Kundinnen und Kunden suchen keine PR-Versprechen, sondern echte Verantwortbarkeit. Vertrauen ist in der heutigen Zeit eine der härtesten Währungen überhaupt – gerade für unsere Schweizer KMU.
Anreize setzen, Hürden senken, Fortschritt ermöglichen
In der GLP setzen wir uns genau dafür ein: Wir verbinden den Schutz unserer Lebensgrundlagen mit marktwirtschaftlichem Geist. Wir fordern keine Verbote aus dem Elfenbeinturm, sondern eine ökologische Marktwirtschaft, die Innovationen tatsächlich belohnt. Es braucht Rahmenbedingungen, die Investitionen in eine saubere Zukunft attraktiver machen als das Festhalten am Gestern – durch intelligente Lenkungsanreize, den Ausbau heimischer Energien und weniger bürokratische Hürden für Macherinnen und Macher. Als Unternehmer habe ich gelernt, dass Innovation Mut braucht. Umso wichtiger sind Rahmenbedingungen, die Fortschritt ermöglichen statt ihn zu verzögern.
Für mich ist Wirtschaften im Einklang mit der Natur längst das „neue Normal“. Es bedeutet Unabhängigkeit von fossilen Importen, starke Wertschöpfung in der Schweiz und ein Wohlstand, der nicht auf Kosten unserer Kinder geht. Packen wir es an!