Das wollen wir ändern: Fast alle kennen in urbanen Gebieten Familien, die schon lange eine grössere, aber bezahlbare Wohnung suchen, jedoch keine finden. Und zahlreiche ältere, teils alleinstehende Personen bekunden immer mehr Mühe, sich um ihr zu gross gewordenes Haus zu kümmern. Bislang verfangen die wenigsten Rezepte gegen Wohnungsknappheit.
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Die Knappheit entsteht nicht nur, weil zu wenig gebaut wird, sondern auch, weil unsere Ansprüche gewachsen sind. Sprich: Wir leben auf viel grösserem Raum als frühere Generationen. Wir sind eine Gesellschaft mit einem erheblichen Anteil an kinderlosen Paaren und Singles.
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Die Schweiz hat sich entschlossen, statt immer mehr Grünflächen zu verbauen, ihre Innenstädte zu verdichten. Jetzt müssen wir das auch tun. In verschiedenen Städten sind noch Brachflächen ungenutzt, könnten Häuser aufgestockt und leerstehende Büro- oder ehemalige Industriegebäude umgenutzt werden.
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Eine Studie der ETH Zürich zeigt: Die städtische Innenverdichtung ist machbar. Die Anwohnerinnen und Anwohner sind dabei, wenn zwei Voraussetzungen gegeben sind: Erstens sollen die Um- und Neubauten ökologischen Kriterien standhalten und zweitens muss auch bezahlbarer Wohnraum entstehen.
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GLP gibt Gegensteuer
«Es sind aber auch die langwierigen Verfahren, die Bauten verzögern und Investoren abschrecken, sagt GLP-Nationalrat Beat Flach. Der Rechtskonsulent beim Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein (SIA) kennt die Schwierigkeiten aus der Praxis. «Hier geben wir im Parlament Gegensteuer.»
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Ziel der GLP ist es, dass die Schweiz in eine neue Phase der aktiven Wohnraumentwicklung eintritt. Wir wollen in verschiedenen Städten klimaneutrale Quartiere schaffen und so Familien und jungen Menschen Aussicht auf ein attraktives Daheim in der Nähe ihres Arbeitsplatzes geben und die Zersiedelung stoppen.
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Brachen schliessen
Die Schweiz ist nicht fertiggebaut. Die Generationen vor uns haben die Alpen erschlossen, Tunnels gebaut, Stauseen errichtet und das am dichtesten befahrene Bahnnetz der Welt erstellt. Damit haben sie die optimalen Voraussetzungen für die hohe Lebensqualität und den Wohlstand der kommenden Generationen geschaffen. Für die GLP ist dies Anstoss und Verpflichtung, dies auch bei der aktuell grössten Dauerbaustelle zu tun: Beim Wohnungsbau. Gerade in innenstädtischen Gebieten liegt Potenzial brach. Wir schulden es den kommenden Generationen diese Brachen zu (er)schliessen. Die Aufbauleistung schulden wir ihnen. Städte sollen gerade für junge Familien finanziell, verkehrstechnisch und ökologisch attraktiven Wohnraum bieten und auch deren Kinder und Kindeskinder noch lange ein Zuhause bieten. «So schaffen wir ein echtes Zukunftsprojekt», sagt Beat Flach.
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Junge Haushalte müssen heute zum Start ihres Berufslebens rund ein Drittel ihres Einkommens für die Miete ausgeben. Das war in den 1990er Jahren noch ein Fünftel. Junge Erwachsene bleiben immer länger bei ihren Eltern – nicht immer nur aus völlig freien Stücken, sondern weil es finanziell oft nicht anders geht. Von Aarau bis Zürich wollen wir attraktive Wohnquartiere mit bezahlbaren Preisen schaffen.