Im Zusammenhang mit dem Postulat «Weiterbetrieb der bestehenden Kernkraftwerke ermöglichen» (23.4152) wird derzeit geprüft, ob Schweizer AKWs über die ursprünglich berechnete Laufzeit hinaus bis zu 80 Jahre betrieben werden können. Die GLP anerkennt, dass die Versorgungssicherheit auch in einer Übergangsphase hohe Priorität hat. Gleichzeitig hält sie klar fest: Der Fokus muss weiterhin auf Energieeffizienz, erneuerbaren Energien, Elektrifizierung und Energiespeicherung (4E-Strategie) liegen.
Für Nationalrat und Energiepolitiker Martin Bäumle ist entscheidend:
«Eine Verlängerung der Laufzeiten tragen wir nur mit, wenn der Ausstieg aus der heutigen AKW-Technologie bestehen bleibt. Die Schweiz darf dadurch nicht in alte Denkmuster zurückfallen.»
Die GLP lehnt den Neubau von Atomkraftwerken mit der heutigen Technologie ausdrücklich ab. Diese Technologie stammt aus einer vergangenen energiepolitischen Ära und ist weder wirtschaftlich noch nachhaltig die Antwort auf die Energiezukunft der Schweiz. Die vom Bundesrat vorgeschlagene Laufzeitverlängerung darf deshalb nicht zur Einladung werden, nach 2050 erneut auf konventionelle Atomkraft zu setzen.
Die Grünliberalen erwarten vom Bundesrat und den Betreiberinnen und Betreibern zudem klare Antworten zur konkreten Umsetzung einer allfälligen Laufzeitverlängerung. Für die GLP ist dabei ebenso klar: Staatliche Direktfinanzierungen oder Rettungspakete aus der Staatskasse zur Verlängerung der Betriebsdauer kommen nicht infrage.
Die Schweiz braucht eine verlässliche Energiepolitik mit Versorgungssicherheit und Klimaschutz. Der Weg dorthin führt für die GLP über Innovation, erneuerbare Energien und eine konsequente Energiewende – nicht über eine Rückkehr zur alten Atompolitik.