GLP fordert Verzicht auf russisches Uran für Schweizer AKW 

GLP fordert Verzicht auf russisches Uran für Schweizer AKW 

Die GLP zeigt sich schockiert über die Enthüllungen rund um mutmassliche Lieferungen von russischem oder kasachischem Uran für den Betrieb des Kernkraftwerks Beznau. Gerade angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ist eine Abhängigkeit von russischen Rohstoffen energie- und sicherheitspolitisch höchst problematisch.

 

Für die GLP ist klar: Der sichere Weiterbetrieb bestehender Anlagen darf nicht auf Kosten geopolitischer Abhängigkeiten erfolgen. Die Schweiz muss konsequent auf den Verzicht von russischem Uran hinarbeiten und bei der Beschaffung höchste Transparenz gewährleisten. 

 

Die Grünliberalen verweisen in diesem Zusammenhang auf eigenen erfolgreiche 4E-Strategie für die Energieversorgung der Schweiz: 

 

  • Energie sparen 
  • Effizienz steigern 
  • Erneuerbare Energien ausbauen 
  • Energieversorgung sicherstellen 
  •  

Diese Strategie bleibt der richtige Weg für eine unabhängige, klimafreundliche und sichere Energiezukunft der Schweiz. 

 

Die GLP erwartet zudem von der AXPO, dass frühzeitig nach Alternativen zu russischen Lieferketten gesucht wird. Es stellt sich die berechtigte Frage, weshalb nicht stärker geprüft wurde, ob Uran aus anderen, politisch weniger problematischen Herkunftsländern beschafft werden könnte. 

Jürg Grossen, Präsident der GLP Schweiz, sagt: 

„Die Schweiz hat beim Ausbau der erneuerbaren Energien in den letzten Jahren wichtige Fortschritte erzielt. Wir befinden uns heute in einer Übergangsphase, in der bestehende AKW teilweise noch zur Versorgungssicherheit beitragen. Gerade deshalb ist es zentral, geopolitische Abhängigkeiten konsequent zu reduzieren und unsere Energieversorgung Schritt für Schritt unabhängig und erneuerbar auszurichten.“ 

 

Die GLP hält fest: Versorgungssicherheit, Klimaschutz und geopolitische Verantwortung müssen gemeinsam gedacht werden. Der Ausbau von Solarenergie, Speichern, Netzen und Effizienz bleibt deshalb prioritär.