Individualbesteuerung jetzt: ein Gewinn für Gesellschaft, Wirtschaft und Staat 

Individualbesteuerung jetzt: ein Gewinn für Gesellschaft, Wirtschaft und Staat 

Eine konservative Allianz hat heute das Referendum gegen die Individualbesteuerung angekündigt. Sie schürt Ängste um Fairness und Bürokratie, dabei ist es einfach ihre wertkonservative Frau-am-Herd Vorstellung aus dem letzten Jahrhundert, die sie der Bevölkerung von heute aufdrücken will. «Es ist Zeit, Überholtes hinter uns zu lassen. Die Schweiz braucht ein Steuersystem, dass der Realität von heute gerecht wird und konstant positive Erwerbsanreize setzt“, so Wirtschafts- und Gleichstellungspolitikerin Kathrin Bertschy.

Die GLP begrüsst die Einführung der Individualbesteuerung. Diese Reform ist längst überfällig. Sie stärkt die Gleichstellung, setzt gezielte Erwerbsanreize und vereinfacht das Steuersystem – ein Gewinn für Gesellschaft, Wirtschaft und Staat.  

 

Gleichstellung stärken, statt Lebensmodelle bestrafen 

Mit der Individualbesteuerung wird das Einkommen jeder Person unabhängig vom Zivilstand besteuert. Damit fällt die diskriminierende Heiratsstrafe weg. Frauen – die in der heutigen Realität meist die Zweitverdienenden sind – werden steuerlich nicht mehr benachteiligt, wenn sie ein höheres Arbeitspensum übernehmen. Die Reform ist somit ein effektiver Beitrag zur Gleichstellung und zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit. «Steuern haben einen Einfluss auf unsere Lebensmodelle: sei es das Heiraten, Kinder kriegen oder das Arbeitspensum. Die Schweiz braucht eine zivilstandsunabhängige Besteuerung. Die Ungleichbehandlung zwischen verheirateten und in Konkubinat lebenden Paaren gehört abgeschafft,» argumentiert Fraktionschefin Corina Gredig. 

 

Bessere Erwerbsanreize – mehr Fachkräfte 

Die Individualbesteuerung setzt gezielte finanzielle Anreize für eine stärkere Erwerbsbeteiligung. Studien zeigen: Die Reform könnte bis zu 45’000 zusätzliche Vollzeitstellen schaffen – ein entscheidender Beitrag zur Lösung des akuten Fachkräftemangels und zur Sicherung unserer Sozialwerke, insbesondere angesichts des demografischen Wandels (Babyboomer gehen in Rente). Wer mehr arbeitet und verheiratet ist, soll nicht mehr mit einer höheren Steuerprogression betraft werden.  

 

Vereinfachung des Steuersystems 

Entgegen der Behauptung ihrer Gegner führt die Individualbesteuerung nicht zu mehr Bürokratie – im Gegenteil: Sie vereinfacht das Steuersystem langfristig. Der heutige ständige Wechsel zwischen Einzel- und Kollektivbesteuerung je nach Zivilstand fällt weg. Denn niemand kommt bereits verheiratet zur Welt.