Wie in anderen Bereichen der Verkehrspolitik des Bundesrates vermissen die Grünliberalen Schritte hin zu mehr Innovation und intelligenteren Lösungen. Nach wie vor wird auf Verkehrswachstumsprognosen vornehmlich mit Masse reagiert – sei es mit dem Bau von immer mehr Infrastruktur aus Beton und Stahl oder mit dem Ausbau und der Verdichtung des ÖV-Angebots. Nachhaltige Verkehrspolitik würde demgegenüber darauf abzielen, Verkehr zu vermeiden und die bestehende Infrastruktur effizienter zu nutzen. Dafür braucht es u. a. ein Mobility-Pricing-System, das mittels gezielter Anreize Verkehrsspitzen glättet und volkswirtschaftlich unrentable Verkehrsnutzung reduziert. Auch im RPV liegt die Nutzerfinanzierung nur bei rund 50 Prozent.