NEIN zur SRG-Halbierungsinitiative
Die SRG-Initiative «200 Franken sind genug!» zielt darauf ab, die Radio- und Fernsehgebühren für Privathaushalte auf CHF 200 Franken zu senken und die Unternehmen von den Gebühren zu befreien. Für ein direktdemokratisches System wie das unsere, aber für einen Staat mit vier verschiedenen Landessprachen, ist eine starke SRG wichtig. Qualitativ hochwertige Informationen auf romanisch, italienisch, französisch und deutsch gewährleisten unseren Zusammenhalt. Angesichts von Fake News, aber auch oft klickgetriebener privater Medien, sind die öffentlichen SRG-Sender ein Garant für die Versorgung mit verlässlichen Nachrichten. Dies sind sie vor allem auch in ländlichen Regionen, in denen die öffentlichen Sender nicht selten die einzigen Medien sind, die noch berichten. Das grosse Vertrauen, das unsere Bevölkerung diesen Informationen entgegenbringt, zeigt, dass das derzeitige Modell funktioniert – die Annahme der Initiative würde das gefährden.
Massiver Abbau bei der SRG
Die Halbierungsinitiative würde die SRG zu einem massiven Abbau zwingen. Mit nur noch halb so vielen Finanzmitteln könnte sie ihren öffentlichen Auftrag nicht mehr in der heutigen Form erfüllen. Zahlreiche SRG-Programme würden wegfallen.
Private Anbieter können das nicht ersetzen
Gerade in einem kleinen Land mit vier Landessprachen ist ein rein marktwirtschaftlich organisiertes Medienangebot nicht realistisch. Private Anbieter könnten diese Leistungen nicht flächendeckend übernehmen. Viele der heutigen Angebote würden schlicht nicht mehr existieren – insbesondere in der lateinischen Schweiz.
Schwächung der Demokratie
Unsere Demokratie ist darauf angewiesen, dass Bürgerinnen und Bürger in allen Landessprachen gut und ausgewogen informiert werden. Ein massiver Abbau bei der SRG würde diese Grundlage schwächen – besonders in einer Zeit, in der Fake News und Desinformation zunehmen.
Gefahr für den nationalen Zusammenhalt
Ohne ein starkes öffentliches Medienangebot wären viele Menschen gezwungen, auf ausländische Inhalte auszuweichen. Das schwächt den gemeinsamen öffentlichen Diskurs und den nationalen Zusammenhalt.
Schwächung der Kultur
Die SRG bietet Kulturschaffenden heute eine zentrale Plattform über alle Sprachgrenzen hinweg und macht kulturelle Werke aus allen Regionen und Sparten sichtbar. Diese wichtige Rolle würde sehr stark eingeschränkt.
Gefahr für den Sport
Die SRG berichtet nicht nur über grosse internationale Sportereignisse, sondern gibt auch Randsportarten eine wichtige Bühne. Diese Sichtbarkeit ist entscheidend fürs Sponsoring, das Vereinsleben und die Nachwuchsförderung. Das wäre mit halbierten Mitteln nicht mehr möglich.