Die GLP lanciert das Referendum gegen das Atom-Gesetz, das den Bau neuer Kernkraftwerke der Generation III wieder ermöglichen würde.
In der Sommersession haben die SVP, die FDP und Teile der Mitte einen energiepolitischen Rückschritt beschlossen: Sie haben die Hintertür für neue Kernkraftwerke geöffnet – und damit für eine Steinzeit-Atom-Technologie.
Für die GLP ist klar: Wer heute auf Kernkraft setzt, hat die energiepolitischen Realitäten verkannt. Neue Kernkraftwerke würden frühestens in Jahrzehnten Strom liefern, verursachen enorme Kosten und lösen keines der aktuellen Probleme der Schweizer Energieversorgung.
Die Befürworter neuer Kernkraftwerke versprechen Versorgungssicherheit – doch sie verkaufen eine Technologie von gestern als Lösung von morgen. Das überzeugt nicht.
Die Grünliberalen wehren sich mit aller Kraft gegen diesen Angriff auf die erfolgreiche Schweizer Energiewende und haben das Referendum lanciert, zusammen mit dem Bündnis «Nein zu neuen AKW».
Wichtig ist dabei: Die GLP ist für Technolgieoffenheit. Forschung war jedoch immer möglich und ist es weiterhin – der beste Beleg ist der geplante Flüssigsalz-Versuchsreaktor am Paul-Scherrer-Institut. Dafür braucht es keine Gesetzesänderung.
Es gibt einen besseren Weg, als wieder auf Kernkraftwerke der jetzigen Generation zu setzen – und wir sind längst auf diesem unterwegs. Die GLP setzt konsequent aufdie 4-E-Strategie: Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Energiespeicher, und die enge Zusammenarbeit mit Europa mit einem Stromabkommen. Das ist der Weg zu einer klimafreundlichen, sicheren und bezahlbaren Stromversorgung.Â
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Darum wehren wir uns gegen die Steinzeit-Atom-Energie
1. Ausbaubremse: Neue AKW blockieren die Energiewende und die Erneuerbaren.
2. Zukunft verpasst: Neue AKW würden frühstens in Jahrzehnten Strom liefern.
3. Längst Realität: Technologieoffenheit gibt es bereits heute.
4. Teurer Irrweg: Ohne massive Subventionen unmöglich.
Jürg Grossen, Parteipräsident
«Statt die Energiezukunft der Schweiz voranzubringen, wird die Tür für eine Steinzeit-Atom-Technologie geöffnet, die zu spät käme, zu teuer wäre und am Bedarf vorbei produzieren würde»
Corina Gredig, Fraktionspräsidentin
«Die Antwort auf drohende Stromengpässe liegt nicht in neuen AKW-Träumereien. Die Antwort liegt in den erneuerbaren Energien, in Speichern, intelligenten Netzen, Effizienz und einem Stromabkommen mit der EU»