Worum gehts?
Unsere Argumente dagegen:
Die sechs Verschärfungen im Zivildienstgesetz sollen junge Menschen möglichst vom Zivildienst abschrecken. Und das tun sie auch: Laut dem Bundesrat soll die Zahl der Zivildienstleistenden mit diesen Massnahmen um 40 Prozent sinken. Angenommen wird somit einfach, dass dann mehr Leute fĂ¼r die Armee zur VerfĂ¼gung stehen. Diese Denkweise greift aber zu kurz.
Erstens fehlen die Zivis dann dort, wo heute schon der grösste Personalmangel herrscht: in Heimen und Spitälern, in Bildungseinrichtungen, im Natur- und Umweltschutz sowie in der Alp- und Landwirtschaft.
Zweitens sind die Leidtragenden des Abschreckungsprogramms auch die Einsatzbetriebe des Zivildienstes und damit die Kantone und Gemeinden, die zuständig sind fĂ¼r die grossen Einsatzbereiche: Sozial-, Schul- und Gesundheitswesen sowie Umwelt- und Naturschutz. Denn was die fehlenden Zivis nicht mehr leisten können, fällt ersatzlos weg.
Und drittens ist es widersinnig, dem Zivildienst Schaden beizufĂ¼gen im Glauben, das das die Armee stärke. Viel hilfreicher wäre es, die Armee attraktiver zu machen, statt den Zivildienst zu schädigen. Denn viele, die vom Zivildienst abgeschreckt sind, werden sich neu medizinisch ausmustern lassen, statt in die Armee zu gehen. So lösen sie neu ihren Gewissenskonflikt.