- Neue Sicherheitsbilateralen mit der EU: Die Schweiz braucht ein umfassendes Sicherheitsabkommen mit der EU, welches sowohl verteidigungspolitische als auch zivile Sicherheitsbereiche umfasst, die Rolle der Schweiz als neutraler Staat in der europäischen Sicherheitsarchitektur festlegt, die Zusammenarbeit definiert und erweitert sowie dazu beiträgt, dass die Schweiz bei sicherheitspolitisch motivierten Wirtschaftsmassnahmen der EU äquivalent zu EU-Staaten behandelt wird.
- Mehr Sicherheit dank Stärkung der Kernfähigkeiten: Die Sicherheit der Schweiz muss wirksam und effizient gestärkt werden. Dafür braucht es eine konsequente Konzentration auf die sicherheitspolitischen Kernfähigkeiten, eine realistische Dimensionierung der Armeebestände und die konsequente Nutzung von Verbundeffekten dank internationaler Zusammenarbeit.
- Attraktive, bedarfsorientierte Sicherheitsdienstpflicht für alle: Das Milizsystem ist eine sicherheitspolitische Stärke der Schweiz, braucht jedoch ein Update, um dem Anspruch eines umfassenden Sicherheitsverständnisses gerecht zu werden. Die GLP fordert deshalb ein modernes und attraktives Milizsystem mit kürzeren und flexibleren Dienstmodellen. Dafür braucht es eine Sicherheitsdienstpflicht für alle Schweizerinnen und Schweizer, welche bedarfsorientiert jene rekrutiert, die geeignet, motiviert und tatsächlich benötigt werden und ihnen Einsatzmöglichkeiten von der Verteidigung über den Katastrophenschutz bis zum Schutz kritischer Infrastrukturen bietet.
- Umfassendes Sicherheitsverständnis konsequent umsetzen: Den Anspruch einer umfassenden Sicherheit ist noch konsequenter in der SIPOL zu verankern. Dazu gehören insbesondere auch der Ausbau und die Modernisierung des Zivilschutzes gegenüber hybriden Bedrohungen, die Integration des Zivildienstes als Instrument gesellschaftlicher Resilienz, den Ausbau der internationalen Friedensförderung, die Stärkung von humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit – insbesondere beim Wiederaufbau der Ukraine – sowie die systematische Berücksichtigung von Energieabhängigkeiten sowie Klima- und Biodiversitätsrisiken.