Licht und Schatten bei der BVG-Reform

Die Grünliberalen stehen für eine Modernisierung des BVG ein und verfolgen dabei zwei Hauptanliegen: die Umverteilung von Erwerbstätigen zu Rentenbeziehenden reduzieren sowie die Vorsorge von Teilzeitbeschäftigten und Arbeitnehmenden mit kleinen Einkommen verbessern, was namentlich viele Frauen betrifft. Die heute vom Nationalrat beschlossene Vorlage geht in beiden Punkten in die richtige Richtung: Der Umwandlungssatz wird gesenkt und der Koordinationsabzug halbiert. Enttäuschend ist die Ablehnung des Kompromisskonzepts Mettler zu den Rentenzuschlägen. Die Grünliberalen erwarten, dass nun der Ständerat das Konzept der Mehrheit nochmals kritisch prüft. Es braucht eine Lösung, die in einer Volksabstimmung verständlich und glaubwürdig ist. Diesem Ziel diente auch der Antrag der Grünliberalen, dass die AHV-Reform (Erhöhung des Frauenrentenalters) gleichzeitig mit der BVG-Reform in Kraft treten soll, um den Reformwillen zu stärken. «Es ist ein längst überfälliger vertrauensbildender Schritt für die Zukunft, dass in der Schweiz endlich wieder eine Reform gelingt», betont glp-Nationalrätin Melanie Mettler.