Was sind negative Emissionen/Emissionstechnologien?

Negative Emissionen sind natürliche und technische Prozesse, bei denen CO2 und andere Treibhausgase aus der Atmosphäre entfernt und langfristig gebunden werden. Negative Emissionstechnologien sind unabdingbar für das Bremsen des Klimawandels.

CO2-Senken oder auch negative Emissionstechnologien entnehmen der Atmosphäre CO2. Negative Emissionstechnologien sind die Mittel, quasi Werkzeuge, welche zu negativen Emissionen führen. Bei diesen Technologien muss es sich nicht nur um ein mechanisches oder elektronisches Gerät handeln. Nebenstehende Abbildung zeigt verschiedene kombinierte natürliche und technische Methoden, die zu negativen Emissionen führen.

Bildquelle: Bericht des Bundesrates in Erfüllung des Postulates 18.4211 Thorens Goumaz

 

Negative Emissionen brauchen wir künftig, um zwei Ziele zu realisieren:

  • Um trotz schwer vermeidbaren Restemissionen Netto-Null zu erreichen. Unter die Restemissionen fallen auch Emissionen von anderen Treibhausgasen, wie Methan oder Lachgas.
  • Da wir jetzt schon zu viel CO2 emittiert haben, reicht es nicht, Netto-Null zu erreichen. Wir brauchen negative Emissionen um das überschüssige CO2 wieder aus der Atmosphäre zu holen.

Die neuen Möglichkeiten von negativen Emissionstechnologien bedeuten jedoch nicht, dass wir weitermachen können wie bisher und einfach alles mit negativen Emissionen kompensieren können. Es gäbe zwar ein genug grosses Potential an negativen Emissionen (über 2’000 GtCO2 gemäss IPCC). Jedoch sind negative Emissionen teuer und das Betreiben von negativen Emissionen benötigt viel Energie. Daher ist es in den allermeisten Fällen sinnvoller, eine moderne emissionsfreie oder emissionsarme Alternative vorzuziehen und nur für die wirklich schwer vermeidbaren Restemissionen auf negative Emissionen zurückzugreifen.

 

Wichtig zu wissen: Negativen Emissionen und CO2-Kompensationen (Carbon Offsets) sind nicht dasselbe. Negative Emissionen führen zu Netto-Null, stabilisieren also das Klima. CO2-Kompensationen, wie wir sie heute meistens kennen, halten den CO2-Ausstoss auf einem konstanten, aber positiven Niveau. Denn eine ausgestossene Tonne CO2 bleibt eine ausgestossene Tonne CO2 und somit nicht Netto-Null, selbst wenn sie mit einer andernorts vermiedenen Tonne CO2 „kompensiert“, d.h. finanziell abgegolten worden ist. Dem Klima geht es dann einfach weniger schnell schlechter also ohne Kompensationen. CO2-Kompensationen sind aber keinesfalls schlecht. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklungshilfe und zur globalen Dekarbonisierung.

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Zum Erhalt unserer Lebensgrundlagen müssen wir das Klima schützen und unsere Energieversorgung umstellen. Wir wollen weg von CO2-lastigen Technologien und der Atomkraft, hin zu erneuerbaren Energien. Dafür braucht es Kostenwahrheit und Lenkungsabgaben.