Unsere Geschichte

Erfahre mehr über die Entstehung und Entwicklung der Grünliberalen auf nationaler Ebene.

Gründung der GLP Kanton Zürich

Die Grünliberale Partei wurde 2004 im Kanton Zürich gegründet. Zum allerersten Mal verbindete eine Partei in der Schweiz Ökologie und Ökonomie. Innerhalb eines Jahres traten rund 300 Mitglieder bei. Ziel der neuen Partei war und ist es, das Nachhaltigkeitsdreieck Umwelt, Soziales und Wirtschaft im Gleichgewicht zu halten und dabei einen ökologischen Kern mit liberalem Handeln zu vereinen.

 

2006 trat die GLP erstmals mit eigenen Listen zu Wahlen an, in den Städten Winterthur, Uster und Opfikon holte sie je zwei Sitze in den Gemeindeparlamenten.

 

Bei den Kantonsratswahlen im April 2007 konnte die GLP ausserdem auf Anhieb mit zehn Sitzen in den Zürcher Kantonsrat einziehen.

2007 – 2010

Die Grünliberale Partei Schweiz wurde am 19. Juli 2007 in Zürich von den bereits bestehenden kantonalen Sektionen (Zürich und St. Gallen) gegründet. Gründungspräsident war Nationalrat Martin Bäumle.

 

Nach den Wahlerfolgen im Kanton Zürich 2006 trat die GLP im Oktober 2007 erstmals zu den eidgenössischen Parlamentswahlen an. Dabei reüssierten gleich beide kantonalen Sektionen und die GLP holte auf Anhieb drei Sitze im Nationalrat (Wähleranteil von 1.4 %) und einen im Ständerat. Der Aufbau der nationalen Partei wurde nach diesem Erfolg weiter vorangetrieben und bis 2008 kamen neun weitere Deutschschweizer Kantone hinzu. Durch die Gründung von Sektionen in Freiburg, Waadt und Genf etablierten sich die «Vert’libéraux» auch in der Romandie. Mit insgesamt 14 Kantonalsektionen verfügte die Partei nun bereits über einen nationalen Charakter.

 

Im Jahr 2010 konnten die Grünliberalen bei den Gemeinderatswahlen mit zwölf Sitzen endlich auch ins Zürcher Stadtparlament einziehen, nachdem sie 2006 die Fünf-Prozent-Hürde noch verpasst hatten.

2011 – 2014

2011 erwies sich in doppelter Hinsicht als wegweisendes Jahr für die GLP. Sie erreichte bei den nationalen Parlamentswahlen einen Wähleranteil von 5.4 % – ein Plus von 4.0 %. Damit gehörte die GLP zu den grossen Wahlgewinnerinnen und trug wesentlich zur Stärkung der politischen Mitte bei. Mit nunmehr zwölf Vertreter:innen im Nationalrat sowie zwei im Ständerat konnte eine eigene Bundeshausfraktion gegründet werden. Zudem begann im Juni 2011 die Unterschriftensammlung für eine erste grünliberale Volksinitiative «Energie- statt Mehrwertsteuer».

 

Die Initiative wollte, wie der Name bereits verrät, die Mehrwertsteuer durch eine Steuer auf nicht erneuerbare Energien ersetzen und damit Anreize für mehr Energieeffizienz, Energiesparen und Investitionen in erneuerbare Energien schaffen. Die Initiative wurde anlässlich des fünfjährigen Bestehens der GLP eingereicht und kam mit 108'018 Unterschriften zustande. Die GLP bewies damit, dass sie trotz ihrer jungen Geschichte bereits initiativfähig ist.

 

Mit der Gründung von fünf weiteren Kantonalsektionen in Schwyz, Neuenburg, Tessin, Glarus und Schaffhausen verfügt die GLP nun über insgesamt 19 Sektionen. Es fehlten nun lediglich noch die Kantonalparteien Uri, Nidwalden, Obwalden, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Wallis und Jura.

2015 – 2018

2015 war für die Grünliberalen das Jahr der Bewährung. Nach dem raschen Wachstum und den zahlreichen Erfolgen der vorherigen Jahre musste die Partei einige Rückschläge verzeichnen. Die erste grünliberale Volksinitiative «Energie- statt Mehrwertsteuer» wurde im März vom Schweizer Stimmvolk stark abgelehnt. Der vollständige Ersatz der Mehrwertsteuer war für die Schweizer:innen offensichtlich ein zu grosser Schritt. Die Grünliberalen setzen sich aber weiterhin für die Einführung eines Energielenkungssystems und somit für eine wirtschaftsfreundliche Umsetzung der Energiewende ein.

 

Geänderte Rahmenbedingungen und weniger günstige Listenverbindungen als 2011 führten dann dazu, dass die GLP bei den Nationalratswahlen im Oktober 2015 0.8 % einbüsste und einen leicht niedrigeren Wähleranteil von 4.6 % erreichte. Dieser Stimmenrückgang verursachte den Verlust von fünf Nationalratssitzen in den Kantonen GR, LU, SG, TG und ZH. Weil die zwei grünliberalen Ständerät:innen Verena Diener (ZH) und Markus Stadler (UR) nicht mehr kandidierten, gingen auch ihre Sitze verloren. Die GLP war somit in der kleinen Kammer nicht mehr vertreten und die neue Fraktion zählte nun sieben Mitglieder.

 

Die Resultate auf Bundesebene trugen den kantonalen Wahlergebnissen jedoch nicht Rechnung. Trotz der nationalen Grosswetterlage konnten einige Sektionen die Resultate von 2011 bestätigen, andere sogar leicht zulegen. Auch die Listen der Jungen Grünliberalen konnten gute Ergebnisse aufweisen.

 

2018 wurde mit Andreas Hauri der erste grünliberale Stadtrat von Zürich gewählt.

2019 – 2022

Bei den eidgenössischen Wahlen 2019 konnte die GLP wieder zulegen, sie gewann mit einem Wähleranteil von 7.8 % rekordhohe 16 Nationalratssitze. 

 

Seit 2020 ist die GLP mit Katrin Cometta im Winterthurer Stadtrat vertreten. Mit der Wahl von Beatrice Caviezel in den Ustermer Stadtrat im Jahr 2022 sind die Grünliberalen nun in den Exekutiven der drei grössten Städte im Kanton Zürich vertreten.

 

Mit Esther Keller, wurde 2020 die erste grünliberale Regierungsrätin gewählt. Seither ist sie Vorsteherin des Bau- und Verkehrsdepartements des Kantons Basel-Stadt. Im März 2022 folgte Peter Truttmann (NW).

 

Mit der Gründung der Kantonalpartei Uri und deren Aufnahme in die nationale Partei an der Delegiertenversammlung vom 2. April 2022 ist die GLP 18 Jahre nach ihrer Gründung in allen 26 Kantonen vertreten. Mit ihren nachhaltigen Ideen, pragmatischen Lösungen und optimistischen Haltung finden die Grünliberalen in allen Regionen der Schweiz grossen Anklang.