Freitag, 22. März 2019

Armee als Vorbild im Klimaschutz

Der Bundesrat wird gebeten hinsichtlich der Vorbildrolle der Armee im Klimaschutz folgende Massnahmen zu prüfen und darüber Bericht zu erstatten: 1. Eine konsequente Ausstattung der Dächer der Armee-Gebäude mit Solaranlagen. 2. Die Elektrifizierung der Personenwagenflotte der Armee.

"Die Armee muss einen Beitrag an den Klimaschutz in der Schweiz leisten", so ein Bericht der Schweizer Armee von 2017. Passiert ist seither nicht viel. Gemäss den Zielen des VBS sollen u. a. die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 gegenüber dem Jahr 2001 um 20 Prozent gesenkt werden. Erreicht werden soll das v. a. durch Abbau von Beständen und Personal. Der Weg zu einer Vorbildrolle der Armee im Umweltschutz ist aber noch weit. Dies obwohl die Armee realisiert hat, dass auch aus sicherheitspolitischer Sicht vermehrter Umweltschutz in der Schweiz sinnvoll ist: Der Klimawandel führt zu einem erhöhten Risiko für Wetterextreme wie Dürren, Hochwasser oder grosse Felsstürze. Umso wichtiger wären griffige Massnahmen. Zwei davon sind die konsequente Ausstattung der Dächer mit Solarpanels sowie die Elektrifizierung der Personenwagenflotte der Armee, damit diese den selber produzierten Strom auch nutzen kann.

 

Die Schweizer Armee hat ein enormes Potential für Solaranlagen auf den Dächern der Armee-Gebäude. Verwendungsmöglichkeiten für den Strom gibt es genug: Ausbildungsräume, Heizung (weg von Öl hin zu Wärmepumpen), Grossküchen oder eben die Elektromobilität.

 

Gemäss dem VBS produziert die Armee jährlich rund 240 000 Tonnen CO2. Etwa 50 Prozent der Emissionen stammen vom Luftverkehr und etwa 25 Prozent gehen auf das Konto des Strassenverkehrs. Hier kann die Elektromobilität eine klare Verbesserung bringen, denn das VBS verbraucht insgesamt 80 Millionen Liter Treibstoff jährlich. Mit der Elektrifizierung der Personenwagenflotte kann diese Zahl stark reduziert werden. Die Armee ist ohnehin für die Elektromobilität prädestiniert: ihre zahlreichen Personenfahrzeuge kehren meistens wieder an den Ausgangsstandort zurück und können über Mittag aufgeladen werden.

 

Vermehrter Umweltschutz seitens der Armee würde also nebst dem Umwelt- und Vorbildaspekt auch sicherheitspolitisch Sinn machen. Weniger Hochwasser und weniger starke Felsstürze und gleichzeitig weniger CO2-Ausstoss. Eine Win-Win-Situation.

 

Eingereicht von: Martin Bäumle