Donnerstag, 9. Mai 2019

Risiken und Nebenwirkungen von fossil betriebenen Produkten transparent aufzeigen

Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen und darüber Bericht zu erstatten, ob Vorgaben erforderlich sind, damit bei Werbemassnahmen für Produkte, welche mit fossilen Energien betrieben werden, über die Risiken und Nebenwirkungen informiert werden muss. Die klimatischen Auswirkungen der Investitionen in Anschaffung und Betrieb solcher Produkte sollen möglichst transparent aufgezeigt werden. Der Bericht soll Möglichkeiten aufzeigen, wie diese Vorgaben konkret ausgestaltet werden könnten.

Für den Klimaschutz müssen wir heute handeln. Das zeigen nicht nur die Tausenden von jungen Menschen, die an den Klimastreiks teilnehmen, auch die Wissenschaft ruft in aller Deutlichkeit zum Handeln auf. Die Stossrichtung ist vorgegeben - mehr erneuerbare Energien und mehr Energieeffizienz. Dennoch preisen fossil orientierte Firmen nach wie vor hemmungslos und ohne Hinweise auf Nebenwirkungen klimaschädliche Technologien an, so zum Beispiel das Heizen mit Erdöl. Dies tun sie mit fragwürdigen Aussagen und umfangreichen Werbekampagnen. Das schafft die Gefahr, dass Investitionen und Anschaffungen in klimaschädliche Technologien gemacht werden, ohne dass sich die Investoren der Auswirkungen bewusst sind. Das läuft den Zielen der Energiestrategie 2050 und des Pariser Klimaübereinkommens zuwider. Investitionen in fossile Technologien sind neben der Klimaschädlichkeit auch aus wirtschaftlicher Sicht mit grossen Risiken verbunden. Es braucht daher mehr Transparenz bei Werbemassnahmen, insbesondere für fossil betriebene Produkte, die klimaschädliche Auswirkungen haben. Damit sollen die Konsumentinnen und Konsumenten über die Auswirkungen auf das Klima transparent informiert werden.

 

Eine Möglichkeit, um die nötige Transparenz herzustellen, wäre zum Beispiel ähnlich wie bei Medikamenten eine Pflicht, die "Risiken und Nebenwirkungen" transparent und gut sichtbar zu deklarieren, zum Beispiel mit Hilfe von Ratings oder Labels.

 

Eingereicht von: Jürg Grossen