Donnerstag, 9. Mai 2019

Bürokratie-Reduktion: One-Stop-Shop-Lösung für Solaranlagen

Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, wie die Rahmenbedingungen für eine effizientere Abwicklung bei der Installation von Solaranlagen verbessert werden können. Vor allem sollte die Option einer effizienten und unbürokratischen One-Stop-Shop-Lösung geprüft werden.

Der benötigte schnellere Ausbau von erneuerbaren Energien, vor allem der Solarenergie, wird in der Schweiz vor allem auch durch eine überbordende Bürokratie verlangsamt. Der bürokratische Aufwand für eine einfache Solaranlage ist immens und beläuft sich gemäss Swissolar auf 8-12 Stunden pro Projekt - 12 Stunden benötigen Anlageinstallateure für die Installation einer gesamten Solaranlage auf einem Einfamilienhaus. Ein 1:1 Verhältnis zwischen bürokratischem Aufwand und Installationszeit kann nicht das Ziel sein. Die zahlreichen bürokratischen Elemente beim Bau einer Solaranlage sind fast endlos, so braucht es: ein EEA-Gesuch, eine ESTI-Planvorlage, eine Anmeldung bei Pronovo, einen Sicherheitsnachweis, eine Anmeldung bei der Gebäudeversicherung, ein Grundbuchauszug, eine Anmeldung bei der EIV, eine Abnahme des Inbetriebssetzungsprotokolls, eine Installationsanzeige, eine Baumeldung, eine HKN-Beglaubigung sowie eine unabhängige Kontrolle.

 

Das Ziel sollte sein, dass ein elektronisches Dossier den Weg von Amtsstelle zu Amtsstelle durchläuft und nicht der Antragssteller selber. Bei diesem Prozess soll und kann auch unseren föderalistischen Strukturen Rechnung getragen werden. Getreu der E-Government-Grundregel "once only" sollte auch nur ein standardisiertes Formular verwendet und die Daten nur einmal eingegeben werden müssen. Eine solche One-Stop-Shop-Lösung würde aus unserer Sicht die Effizienz steigern, den Föderalismus wahren und die Rentabilität von Solaranlagen und somit auch den Anreiz für den verstärkten Ausbau von Solaranlagen in der Schweiz erhöhen.

 

Eingereicht von: Martin Bäumle