Donnerstag, 9. Mai 2019

Klimaschutzpotential bei der Schifffahrt

Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht zur Schifffahrtspolitik vorzulegen und Massnahmen zur Realisierung von Klimaschutz-Potenzialen in der Schifffahrt vorzuschlagen.

Der Anteil der internationalen Seeschifffahrt an den globalen CO2-Emissionen liegt derzeit bei zwei bis drei Prozent und damit in der gleichen Grössenordnung wie der Anteil der Luftfahrt. Darum haben die Mitgliedstaaten der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) reagiert und eine Strategie zur Reduktion von Treibhausgasen in der Schifffahrt verabschiedet. Die Emissionen sollen laut IMO bis 2050 um mindestens 50 Prozent im Vergleich zum Jahr 2008 sinken. Auch die Schweiz kann dazu einen Beitrag leisten.

 

Möglichkeiten dafür gibt es schon heute genug. Norwegen - nicht nur bei der Elektromobilität führend - ist auch bei der Elektrifizierung der Schifffahrt weit fortgeschritten. Elektrische Fähren, die zum Beispiel zwischen den Orten Lavik und Oppedal pendeln, sparen gegenüber üblichen Fähren auf der zwanzigminütigen Fahrt 95 Prozent der CO2-Emissionen und 80 Prozent der Betriebskosten ein. Bis zu 350 Passagiere und 120 Autos können die Fähren mitnehmen. Eine Win-Win-Situation für Umwelt und Wirtschaft.

 

Im Sinne einer nachhaltigen und zukunftsgerichteten Verkehrspolitik soll der Bundesrat daher einen Bericht zur Schifffahrtspolitik der Schweiz vorlegen, der konkrete Aussagen über die Potenziale der Schifffahrtspolitik im Bereich der Umweltpolitik in absehbarer Zukunft enthält und aufzeigt, wo und inwiefern eine Verschärfung technischer Vorschriften eine Beschleunigung hinsichtlich des Umstiegs auf eine elektrifizierte und nachhaltigere Schifffahrt bewerkstelligen kann.

 

Eingereicht von: Beat Flach